Fachbücher für die Digitalisierung

Diese Bücher sollten Sie für Ihre digitale Transformation gelesen haben

Es ist immer eine Herausforderung, wenn man sich einem neuen Thema wie beispielsweise der Digitalisierung nähert. Viele Bücher, Fachartikel und Internetquellen beschäftigen sich mit dem Thema Digitalisierung.

  • Doch wo soll man anfangen?
  • Welche Inhalte sind für einen relevant?
  • Und welche der Zahlreichen Fachbücher soll man lesen?

Ich stieß bei Recherchen für die Erstellung des Ratgebers „Digitalisierungsstrategie entwickeln und umsetzen“ auf zahlreiche Bücher. Einige waren hilfreicher, andere waren weniger hilfreich. Hier möchte ich nun das Best-of dieser Bücher vorstellen.

Das Kano-Modell

Das Kano-Modell ist ein sehr gutes Modell, um die Bedürfnisse der Kunden genauer einordnen zu können. Es können gezielt Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden, die die bewussten, unterbewussten und unbewussten Bedürfnisse der Kunden adressieren. Somit erzielen diese Produkte bessere Ergebnisse am Markt, weil die Kunden diese Produkte und Dienstleistungen als qualitativ hochwertig einstufen. Das Kano-Modell genauer und vertieft erklärt liefert das Buch „Das Kano-Modell der Kundenzufriedenheit: Reliabilität und Validität einer Methode zur Klassifizierung von Produkteigenschaften“ am 29. März 2000 erschienen und von Elmar Sauerwein geschrieben. Für die digitale Transformation und die Entwicklung interner digitaler Tools und digitaler Produkte für den Markt ist das Kano-Modell die absolute Ausgangsbasis.

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Das Business-Model-Canvas

Das Business-Model-Canvas ist eine mächtige Visualisierungsmethode um alle Aspekte eines Geschäftsmodells zu betrachten und zu visualisieren. Es besteht aus neun Quadranten die jeweils einen speziellen Aspekts des Geschäftsmodells betrachten. Eine digitale Transformation eines Unternehmens bedeutet in den aller meisten Fällen neue digitale Produkte und Dienstleistungen und somit auch neue digitale Geschäftsmodelle. In diesen Fällen ist es ratsam das Business-Model-Canvas auszufüllen und das Geschäftsmodell ganzheitlich betrachten. Mehr dazu gibt es im Buch „Business Model You: A One-Page Method For Reinventing Your Career“ erschienen am 23. März 2012 von den Autoren Timothy Clark, Alexander Osterwalder und Yves Pigneur.

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Das St. Galler Magic Triangle

Forscher der St. Galler Universität haben erkannt, dass große Innovationen immer dann entstehen, wenn revolutionäre Geschäftsmodelle entwickelt werden. Apple hatte nicht den ersten MP3-Player entwickelt, aber mit iTunes und den iPod hat Apple ein Geschäftsmodell erarbeitet, welches Hand in Hand eine Revolution des MP3-Player Markt zur Folge hatte. Auf der anderen Seite scheiterten oft auch große Konzerne wie beispielsweise Kodak. Obwohl Kodak als erstes Unternehmen eine Digitalkamera entwickelt hatte, verlor der Konzern im digitalen Wandel der Fotografie seine Vormachtstellung. Wie Geschäftsmodelle entwickelt werden können, um diese revolutionären Innovationen entstehen zu lassen erklärt das St. Galler Magic Triangle, welches Punkte betrachtet wie:

  • Wer ist der Zielkunde?
  • Was wird dem Kunden geboten?
  • Welche Wertangebote werden dem Kunden gemacht?
  • Und welche Einnahmequellen gibt es?

Mehr zum St. Galler Magic Triangle und zu den 55 Geschäftsmodellen, die das Team der Universität erforscht haben, lesen Sie im Buch „Geschäftsmodelle entwickeln: 55 innovative Konzepte mit dem St. Galler Business Model Navigator“ erschienen am 10. Juli 2017, geschrieben von Oliver Gassmann, Karolin Frankenberger und Michaela Csik.

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Die Blue-Ocean-Strategie

Große Innovationen sind teil eines revolutionären Geschäftsmodells. Dieser These unterliegt neben dem St. Galler Magic Triangle auch die Blue-Ocean-Strategie. In dem Buch beschreiben die Autoren den Markt als heiß umkämpftes Meer, in welchem sich unzählige Raubfische tummeln und welches sich rot vom Blut färbt. Sich diesen Kampf auszusetzen ist gefährlich und energieintensiv. Als alternative schlagen die Autoren vor ins offene blaue Meer hinauszustechen – sprich das Geschäftsmodell radikal zu ändern und nicht nach den Mitbewerbern auszurichten. Diese Änderung des Produkts oder Geschäftsmodells kann auf folgende Arten geschehen:

  • Eliminierung – von Produkteigenschaften
  • Reduzierung – von Produkteigenschaften
  • Steigerung – von Produkteigenschaften
  • Kreierung – neuer Produkteigenschaften

Ein essentielles Know-How, welches als Basis für die Entwicklung eines digitalen Produktes benötigt wird, wird im Buch „Blue Ocean Strategy, Expanded Edition: How to Create Uncontested Market Space and Make the Competition Irrelevant“ von W. Chan Kim und Renée A. Mauborgne, erschienen am 20. Januar 2015, genauer erläutert.

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Team-Rollen, Team-Zusammensetzungen und Teambuilding

Da die Umsetzung eines Digitalisierungsprojekts ein sehr komplexer Prozess ist, ist es entscheidend, dass das Umsetzungsteam gut eingespielt ist und ausgewogen aufgestellt ist. Nur wenn die zahlreichen Fachexperten gut eingespielt sind, und das Teambuilding vollzogen haben ist eine effiziente und konfliktfreie Zusammenarbeit möglich. Dazu sollten zunächst Teambuilding-Modelle wie das Forming–Storming–Norming–Performing Modell bekannt sein. Dieses wird in dem Buch „Teamwork, Teamdiagnose, Teamentwicklung“ von Rolf van Dick und Michael A. West, erschienen am 22. Februar 2013, genauer beschrieben.

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Neben der Teambuilding-Phase für die explizit Zeit ins Projektbudget eingerechnet werden muss, sollten vor allem die existierenden Teamrollen und die Charaktere der im Projekt eingesetzten Experten ausgewogen sein. Ein sehr erfolgreiches Modell dazu bietet R. Meredith Belbin. Er erforschte erfolgreiche Teams und stellte fest, dass diese erfolgreichen Teams, Vertreter aus drei Hauptrollen als Teammitglieder im Projekt haben.

So identifizierte er folgende Hauptrollen

  1. Handlungsorientierte Rollen
  2. Kommunikationsorientierte Rollen
  3. Wissensorientierte Rollen

Die er wiederum in unterrollen wie

  • Macher
  • Umsetzer
  • Perfektionist
  • Koordinator
  • Teamplayer
  • Wegbegleiter
  • Erfinder
  • Beobachter
  • Spezialist

unterteilt.

Um ein ausgewogenes Team zu erzeugen sollten alle drei Hauptrollen im Team vorhanden sein. Mehr dazu in seinem Buch „Team Roles at Work“ erschienen am 26. Januar 2010.

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Die Lean-Startup-Methode

Die Lean-Startup-Methode ist mehr eine Philosophie kombiniert mit vielen anderen Methoden als eine eindeutige eigene Methode. Es geht um das Etablieren einer Fehlerkultur, eines Managementansatz und eines Prozesses, bei dem es anerkannt wird Fehler zu machen, um daraus zu lernen. Die Lean-Startup-Methode baut dabei auf Methoden wie

  • Lean Manufacturing
  • Design Thinking
  • Customer Development
  • Agile Entwicklung

auf. Jeder der eine digitale Transformation durchlaufen möchte und digitale Produkte und Dienstleistungen erstellen möchte sollte die Lean-Startup-Methode gelesen und verstanden haben, und idealerweise auch in der eigenen Unternehmenskultur verankert haben. Mehr dazu gibt es im Buch von Eric Ries „The Lean Startup: How Today’s Entrepreneurs Use Continuous Innovation to Create Radically Successful Businesses“ (in Englisch) erschienen am 17. Oktober 2017.

 

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Growth-Hacking

So wie die Lean-Startup-Methode einen Try-Measure-Learn-Zyklus abbildet, besteht auch die Growth-Hacking-Methode aus diesen Schritten. Es werden Theroien aufgestellt und ausprobiert, deren Erfolg anhand festgelegter Key-Performance-Indicators abgelesen und aus den Messungen gelernt. Die Growth-Hacking-Methode besteht dabei aus den drei Bereichen

  • Kreatives Marketing
  • Automatisierung
  • Experimente und Daten

Gerade in digitalen Geschäftsmodellen ist Growth-Hacking ein muss. Klassische Marketing-Tools brauchen extrem viel Budget und sind nicht sehr wirksam in der digitalen Welt. Mehr zum Thema finden Sie im Buch „Hacking Growth: How Today’s Fastest-Growing Companies Drive Breakout Success“ erschienen am  25. April 2017 von Morgan Brown, Sean Ellis.

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Scrum und agile Softwareentwicklungsmethoden

Boris Gloger ist der Scrum-Guru Mitteleuropas, er brachte als einer der ersten Autoren Scrum und die agile Vorgehensweise in den deutschsprachigen Raum. Für die Umsetzung von digitalen Produkten in Digitalisierungsprojekten ist eine agile Vorgehensweise ein absolutes Muss. Aber auch bei agile Softwareentwicklungsmethoden und Frameworks wie Scrum, bei denen das Team selbstorganisiert Ziele sucht und umsetzt, ist es notwendig als Führungskraft steuernd in den Prozess einzugreifen. Diese Erkenntnis, und wie agile Scrum-Teams geführt werden können all dies kann im Fachbuch „Selbstorganisation braucht Führung: Die einfachen Geheimnisse agilen Managements“, erschienen am 13. Oktober 2017, von Boris Gloger und Dieter Rösner nachgelesen werden. Eine Pflichtlektüre für alle Digitalisierungsmanager.

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Start with Why

In dem oben beschriebenen Buch von Boris Gloger wird unter anderem auf ein anderes Buch referenziert, „Start with Why“ von Simon Sinek. Simon Sinek hat sich und sein Leben einer Frage verschrieben: „Was macht eine gute Führungskraft aus?“. In seinem Buch „Start with Why: How Great Leaders Inspire Everyone to Take Action (Englisch)“, erschienen am 27. Dezember 2011, beschreibt er wie gute Führungskräfte ihre Mitarbeiter motivieren, inspirieren und zum Tun bringen.

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Digitalisierungsstrategie entwickeln und umsetzen

All diese Bücher und noch mehr sind Referenzen des Ratgebers „Digitalisierungsstrategie entwickeln und Umsetzen – Ein Praxisratgeber zur Entwicklung und Umsetzung der Digitalisierungsstrategie für die digitale Transformation“. Der Ratgeber nimmt Sie mit von der Analyse Ihres Unternehmens, über die Ideenfindung und Innovationssuche bis hin zur Umsetzung und dem Betrieb ihrer digitalen Produkte.

Buch 3D V1

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Zum Autor:

David Theil ist DigitalisierungsCoach und hilft Unternhemen bei der Softwareentwicklung, App-Entwicklung und bei der Digitalisierung und Digitalisierungsprojekten

David Theil aus Linz Oberösterreich ist Digitalisierungs-Coach, Software-Entwickler und als Head of Software-Development für über 30 Softwareentwickler verantwortlich. Beruflich beschäftigt er sich bereits jahrelang mit der Digitalisierung und hat bereits bei vielen Digitalisierungs-Projekten in der Wirtschaft federführend mitgewirkt. Er bewegt sich in Themen wie Digitalisierung, IoT, oder Industrie 4.0 sowohl beratend als auch praktisch mit echten Lösungen.

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