Industrie 4.0 Beispiele

Industrie 4.0 ist ein großer Begriff. Unter Industrie 4.0 wird die vierte industrielle Revolution verstanden. Von einer Automatisierung ganzer Produktionsstrecken der dritten industriellen Revolution hin zur Vernetzung und Intelligenten Steuerung von Produktionsanlagen. Dabei lässt sich auch in der Produktion und der Losgröße eine Änderung erkennen. Durch den Einsatz von elektronisch automatisierten Produktionsanalagen konnten Produkte in großen Mengen für einen breiten Markt einheitlich hergestellt werden. Industrie 4.0 ermöglicht durch die Vernetzung ganzer Systeme und Produktionsanlagen, dass Produkte mit einer Losgröße 1 auf Bestellung des Kunden individuell hergestellt werden können.

Bei Industrie 4.0 müssen wir also in zwei Bereiche unterscheiden. Einerseits die weitere Automatisierung und Individualisierung der Produktionsstrecken durch Digitalisierung und Einsatz von Robotern. Auf der Anderen Seite aber auch die Vernetzung und die digitale Transformation von Geschäftsmodellen die beispielsweise durch IoT (Internet of Things) ermöglicht werden.

Automatisierung und Einsatz von Robotern

Im Gegenzug zur Industrie 3.0, bei der Produktionsanlagen durch den Einsatz von Elektronik elektrifiziert wurden, werden bei Industrie 4.0 Moderne digitale Roboter eingesetzt.

Diese Roboter können universell eingesetzt werden, sie können verschiedene Werkzeuge verwenden und durch eingespielte Konfigurationen verschiedenste Aufgaben übernehmen. Als wichtigen Ersten Schritt ist es also notwendig unsere Produktionsanalgen soweit zu erweitern, dass sie flexibel diverse Arbeiten erledigen können. Es gibt verschiedene Arten von Robotern, die in der Industrie 4.0 eingesetzt werden hier einige Beispiele:

Produktionsroboter – meist Einarm Roboter die verschiedenen Werkzeuge aufnehmen können und mindestens 4-5 Drehpunkte/Gelenke haben

Automatisierte Lager und Lagerroboter -Es gibt mittlerweile voll/teil automatisierte Lager. Dabei unterscheiden sich diese Lager wieder in jene, bei denen die Produkte aus dem Regal automatisch von einem Roboterarm geholt werden und jenen, bei denen das ganze Regal ebenfalls ein fahrbarer Roboter ist. Des Weiteren gibt es autonom fahrende Lagerroboter die Objekte aufnehmen und von A nach B transportieren.

Diese Digitalisierung der Produktion ist ein erheblicher Mehrwert für das Unternehmen. Denn durch die variable Gestaltung der Produktionsmittel kann auf Veränderungen reagiert werden und Flexibilität gewonnen werden. Allerdings müssen bei einer reinen Digitalisierung, ohne der dazu passenden Vernetzung von Produktionsmittel/Produktionsstätten mit IT-Systemen, immer noch Menschen die Veränderungen in der Produktionslinie erkennen und umsetzten. Erst durch den nächsten Schritt der Vernetzung und digitalen Transformation des Produktionsunternehmens werden erhebliche Vorteile dazugewonnen.

Digitale Transformation und Vernetzung

Um eine Losgröße 1 und damit eine Individualisierung der industriellen Produktion zu ermöglichen ist es notwendig einen ganzheitlichen digitalen Lösungsansatz umzusetzen. Diese digitalen Komplett-Lösungen beginnen beim Kunden, der auf der Online-Plattform des Herstellers ein individualisiertes Produkt konfiguriert und bestellt, und enden beim der vollautomatisierten Produktion auf Losgröße 1 und der selbstgesteuerten Auslieferung des Produkts. Damit dieses Szenario umgesetzt werden kann, ist es notwendig Systeme und Produktionsanlagen sowie Zulieferer und Speditionen komplett zu digitalisieren und zu vernetzen. Viele Unternehmen scheitern allerdings bereits bei der Vernetzung der Produktionsstätten und der IT-Systeme. So ist es notwendig, dass die zu produzierenden Aufträge nachvollziehbar durch gesamte Produktionslinie laufen, das ERP-System zuvor überprüft ob alle Produktionsmittel und Ressourcen in ausreichender Qualität und Quantität zur Verfügung stehen, und die einzelnen Arbeitsstationen genau wissen wie sie da zu Produzierende Gut genau abarbeiten müssen ohne dass ein Techniker die Arbeitsschritte konfigurieren muss. Doch nicht nur unsere Fabriken und Produktionsstätten müssen „Smart“ werden. Auch unsere Produkte müssen zunehmend intelligent und vernetz werden. IoT – das Internet der Dinge ist hier die Strategie. Wenn die von Unternehmen produzierten Produkte intelligent und vernetzt sind, so können zukünftig abseits vom normalen „produzieren und verkaufen“-Geschäftsmodell neue Geschäftsmodelle und Wege entwickelt werden wie sich Unternehmen finanzieren. IoT und die immer bessere Mobile Infrastruktur geben dabei erstmals Unternehmen die Möglichkeit flächendeckend Pay-By-Use-Modelle und Predictive-Maintenance Szenarien umzusetzen und zusätzliche Dienstleistungen anzubieten. Dadurch können Produktionsunternehmen kontinuierlich zusätzliche Einkommensströme herstellen und streuen somit das Risiko.

 

 


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Zum Autor:

David Theil ist DigitalisierungsCoach und hilft Unternhemen bei der Softwareentwicklung, App-Entwicklung und bei der Digitalisierung und Digitalisierungsprojekten

David Theil aus Linz Oberösterreich ist Digitalisierungs-Coach, Software-Entwickler und als Head of Software-Development für über 30 Softwareentwickler verantwortlich. Beruflich beschäftigt er sich bereits jahrelang mit der Digitalisierung und hat bereits bei vielen Digitalisierungs-Projekten in der Wirtschaft federführend mitgewirkt. Er bewegt sich in Themen wie Digitalisierung, IoT, oder Industrie 4.0 sowohl beratend als auch praktisch mit echten Lösungen.

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