7 Vorteile der agilen Führung mittels Objectives and Key-Results

Das agile Führen mittels OKRs bietet zahlreiche Vorteile. Im folgenden Blogpost möchte ich kurz auf die für mich sieben wichtigsten Vorteile eingehen:

  1. Klare Prioritäten und freie Umsetzung
  2. Transparenz auf alle Unternehmensebenen und über Silos hinweg
  3. Messung des Fortschritts zur Motivation und Führung
  4. Einfache Umpriorisierung und Anpassung an neue Erkenntnisse und Umwelteinflüsse
  5. OKRs als Frühwarnsystem
  6. Klare Kommunikation wird begünstigt
  7. OKRs bilden „Must have“-Ziele und ambitionierte strategische Ziele ab

1. Klare Prioritäten und freie Umsetzung

Wenn das Top-Management eines Unternehmens klare OKRs formuliert hat, so spiegeln diese die höchste Priorität im Unternehmen wider. Die Top OKRs sind dann die Orientierung für alle Mitarbeiter, um ihre eigenen Team-OKRs nach diesen OKRs auszurichten. Dies ist eine Top-Down Vorgabe. Gleichzeitig ermöglicht die OKR-Methode jedoch einen Bottom-Up-Informationsfluss und eine Eigenverantwortung der Mitarbeiter.

2. Transparenz auf allen Unternehmensebenen und über Silos hinweg.

Da der OKR-Prozess transparent und von allen einsehbar ist und Kommunikation und Transparenz fördert ist es mittels der OKR-Methode sehr leicht über Grenzen und Ebenen hinweg Informationen zu sammeln und Maßnehmen abzustimmen. Durch das Alignment der Teams und der Objectives der einzelnen Teams, werden Fehler und Mehrarbeit verhindert. In vielen Unternehmen kommt es vor dass beispielsweise ein und das selbe Problem in verschiedenen Abteilungen mehrfach und auf unterschiedliche Weise gelöst wird. OKR verhindert dies.

3. Messung des Fortschritts zur Motivation und Führung

Der OKR Prozess hat ein regelmäßiges Meeting zur Aktualisierung des OKR-Status eingebaut. In diesem Meeting wird der Fortschritt des Teams in Bezug auf dieses OKR gemessen und aktualisiert. Dies fördert einerseits die Motivation, weil Teammitglieder sehen, wieviel Fortschritt bei den verschiedenen Key-Results erzielt wird, andererseits eröffnet es die Möglichkeit Probleme oder Hindernisse frühzeitig zu adressieren und zu beseitigen. Das Team wird dazu motiviert sich selbst zu Organisieren und selbst Hindernisse zu beseitigen.
Wichtig in diesem Schritt ist, allerdings dass das Ganze nicht als Kontrollinstrument verwendet wird.

4. Einfache Umpriorisierung und Anpassung an neue Erkenntnisse und Umwelteinflüsse

Wir leben in einer chaotischen Welt und schaffen komplexe Systeme. (siehe auch BANI vs. VUCA) Daher kann es schnell passieren, dass getroffene Annahmen durch neue Erkenntnisse obsolet werden. Durch die geschaffene Transparenz und die regelmäßige Messung des Fortschritts können alle Beteiligten sehr schnell erkennen, wenn interne oder externe Einflüsse den Fortschritt von OKRs behindern oder ein Erreichen des Objectives verhindern. Das gibt allen (sowohl Managern als auch Teammitgliedern) die Möglichkeit OKRs anzupassen und neu zu Priorisieren. Dies ermöglicht es dem Team Handlungen in die richtige Richtung zu setzen, um dennoch Objectives richtig erreichen zu können.

5. OKRs als Managementmethode

Nicht nur als Zielsystem auch als Managementmethode wird OKR verwendet. Durch die geschaffene Transparenz kann nicht nur das Team selbstorganisiert an Objectives arbeiten,
auch das Management kann Prognosen und Berechnungen machen und eigene Maßnahmen aufgrund des OKR-Status setzten. Es wird somit schneller ersichtlich, ob ein Plan funktioniert oder ob Gegenmaßnahmen eingeleitet werden müssen.
So kann beispielsweise klarer zu Kunden kommuniziert werden wann gewisse Themenbereiche voraussichtlich fertiggestellt werden. Sollten hier Probleme idenifiziert werden,
kann das Management durch Umpriorisierung oder freimachen zusätzlicher Ressourcen OKR-Teams unterstützen ihre Objectives zu erreichen.

6. Klare Kommunikation wird begünstigt

In vielen Unternehmen werden Ziele oder die Vision nicht verständlich formuliert und kommuniziert. Oft gibt es Unternehmen, bei denen die Vision und die Unternehmensziele nicht einmal dokumentiert und kommuniziert werden.
Manager glauben, dass die Vision und Mission des Unternehmens ohnehin bei den Mitarbeitern und in der Organisation bekannt und gut verankert sind. Dies ist jedoch meist nicht der Fall. Durch diese fehlende klare Kommunikation entstehen Missverständnisse und Konflikte innerhalb der Organisation was wiederum zu Reibungsverlusten führt. OKRs bringen eine klare, einheitliche und bewährte Form der Zielformulierung ins Unternehmen. Objectives werden durch OKR unmissverständlich dokumentiert und kommuniziert. durch den OKR-Prozess wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter über die wichtigsten Unternehmensobjectives sowie die Vision und Mission des Unternehmens Bescheid wissen und ihre Handlungen auf diese Ziele abstimmen können. Konflikte und Reibungsverluste werden dadurch vermieden.
Doch nicht nur auf oberster Unternehmensebene werden Objectives klarer. Auch bei operativen Teams werden klare Objectives gesetzt und kommuniziert. Das verhindert, dass beispielsweise mehrere Teams an denselben Objectives arbeiten und Probleme doppelt gelöst werden.

7. OKRs bilden „Must have“-Ziele und ambitionierte strategische Ziele ab

Mit OKRs können sowohl wichtige „Must-Have“-Ziele, als auch ambitionierte strategische Ziele formuliert und verfolgt werden.
Must-Have-Ziele sind jene Objectives die für den unmittelbaren Fortbestand des Unternehmens und des Geschäfts unausweichlich notwendig sind. Sie führen zu Ergebnissen und Tätigkeiten die für ein wettbewerbsfähiges Geschäftsmodell unbedingt erforderlich sind.
Neben Must-Have-Zielen werden mittels OKR auch ambitionierte strategische Ziele formuliert. (Horizont 2 und 3 aus dem Artikel 3 Horizonte)
Diese Objectives sichern ein Investment in Zukünftige Geschäftsmodelle mit einem Planhorizont von mindestens 3 Jahren. Durch die Formulierung von Sowohl kurzfristigen Must-Have Zielen (Horizont 1) als auch langfristigen innovativen strategischen Zielen (Horizont 2 und 3) wird die Zukunftssicherheit des Unternehmens gewährleistet und das Wachstum des Unternehmens sichergestellt.

Fazit

OKRs lösen keine Probleme in der Aufbau- oder Ablauforganisation, helfen aber dabei Grenzen bei Silos abzubauen und Transparenz zu schaffen. Mittels dem OKR-Prozess wird für Transparenz gesorgt. Teams verfolgen durch gut gesetzte Objectives sowohl Wichtige Aktuelle „Must-Have“-Zeile als auch strategische Ziele und geben den beteiligten den Freiraum sich agil selbst zu organisieren. Dabei werden auch beide welten, Top-Down Management Vorgaben auf der einen Seite, mit Bottom-Up Umsetzung und Informationen auf der anderen Seite, strategisch verbunden.

Quellen:

https://digitalisierungscoach.com/2020/02/18/das-3-horizonte-modell-fuer-die-digitalisierungsstrategie/
https://digitalisierungscoach.com/2021/12/13/bani-ist-nicht-der-nachfolger-von-vuca-und-ich-erklare-warum/
https://digitalisierungscoach.com/2021/10/13/das-cynefin-framework-in-der-softwareentwicklung-und-unternehmensentwicklung-ein-hilfsmittel-zur-entscheidungfindung-und-noch-viel-mehr/

https://digitalisierungscoach.com/2021/12/30/okrs-das-3-horizonte-modell-und-okrs/

https://digitalisierungscoach.com/2020/04/04/objectives-and-key-results-eine-methode-zur-umsetzung-der-digitalisierungsstrategie/

https://david-theil.medium.com/the-cynefin-framework-in-software-development-and-business-development-a-tool-for-decision-making-5ba63f098e58

https://david-theil.medium.com/why-you-should-combine-okrs-with-the-three-horizons-model-6adb777f6362

https://david-theil.medium.com/bani-is-not-the-successor-of-vuca-and-i-explain-why-fae22b7bb1f5

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